Ein Geständnis. Warum mich meine Freiheit in letzter Zeit nicht 100% glücklich macht.

koh yao yai

Eigentlich hätte ich fast jede Freiheit. Durch meine Selbständigkeit kann ich von zu Hause arbeiten. Ich verdiene inzwischen genug Geld, dass wir gut leben können und ich hätte alle Zeit, um meine Arbeit so auszurichten, dass ich tagsüber Sport machen und Abends störungsfrei Zeit mit der Familie verbringen könnte.

Es gibt nur ein Problem.

Irgendwie bin ich desillusioniert. Ich habe den Flow verloren. Meinen Mojo. Mein Warum. Und ich frage mich seit Wochen, was ich eigentlich wirklich will.

Mein Phuket Blog hat inzwischen seinen ursprünglichen Reiz verloren und ich habe schon seit längerem kaum neue Artikel verfasst. Dies liegt auch daran, dass die neugewonnene Begeisterung für die Insel nach unserer Rückkehr aus Deutschland Anfang 2013 mittlerweile wieder verflogen ist.

Die immer gleichen Fragen meiner Leser, die gestellt werden, obwohl ich sie auf der Seite bereits mehrfach beantwortet habe, langweilen mich zunehmend. Ich kann mich an manchen Tagen kaum aufraffen die dutzenden Mails zu beantworten, die täglich reinkommen. Ich lasse sie dann oft einige Tage lang liegen, um dann teilweise stundenlang am Stück Anfragen abzuarbeiten was zwar etwas Befriedigung bringt, wenn es erledigt ist, mich aber ziemlich stresst. Und durch die späten Antworten verliere ich auch immer wieder mal Aufträge.

Und dennoch ist der Blog ständig in meinem Kopf. Er ist nicht irgendeine Nischenseite, die ich mal erstellt habe und die nun sich selbst überlassen ist. Ich hatte einmal große Pläne dafür. Vieles habe ich bereits erreicht und ich könnte die Seite bzw die Services drum herum noch viel weiter ausbauen. An manchen Tagen denke ich mir, dass es das Beste wäre auf dem bereits erreichten aufzubauen. Tiefer einzusteigen, eine echte Firma mit Angestellten aufzubauen. Sei es verstärkt auf die Reisevermittlung zu setzen, die Vermittlung von Ferienimmobilien zu forcieren oder Beratungsdienstleistungen für Auswanderer anzubieten.

Und dann frage ich mich aber ob ich nicht doch lieber etwas ganz anderes aufbauen will. Unabhängig von allem Tourismus. Unabhängig von Phuket und Thailand.

Den schon vor Wochen angekündigten Thaikurs habe ich immer noch nicht fertig gestellt, was zwar auch an etwas fehlendem Equipment für bessere Tonaufnahmen liegt aber ich hätte dennoch schon längst die fehlenden Lektionen erstellen können.

Mein Wedding Business bringt gutes Geld, aber es stresst mich auch sehr.
Eigentlich bin ich ein totaler Chaot. Dinge zu organisieren entspricht überhaupt nicht meinem Naturell. Daher bin ich vor jeder Hochzeit trotz Checklisten usw immer total gestresst, schlafe schlecht, habe Angst, dass irgendetwas vergessen wurde oder einer der gebuchten Dienstleister nicht auftaucht und das wirkt sich auf alle anderen Lebensbereiche ebenfalls aus. Sobald dann alles gut geklappt hat und ich die begeisterten Hochzeitspaare vor mir habe ist das dann wieder vergessen. Man möchte sagen eigentlich ist es gut, dass ich mir so viele Gedanken mache und meine Arbeit ernst nehme, da dadurch hohe Qualität sicher gestellt ist. Aber der Stress vor der Hochzeit zehrt an den Nerven.

Auch Phuket selbst und Thailand überhaupt nervt mich immer wieder an. Zum wiederholten Male stelle ich mir die Frage ob ich weiter in Thailand leben will. Ob ich innerhalb von Thailand umziehen soll. Oder doch wieder zurück nach Deutschland.

Diese Phasen habe ich immer wieder. Bis vor wenigen Tagen war noch alles gut. Dann dreht sich auf einen Schlag die Stimmung und ich würde am liebsten sofort die Koffer packen.

Und dann doch wieder nicht. Beides hat Vor- und Nachteile und ich weiß nicht so recht wo ich in Zukunft meinen Lebensmittelpunkt lieber hätte.

Diese ganze Unsicherheit darüber was ich eigentlich will lähmt mich. Sie hält mich davon ab einfach eine Richtung einzuschlagen. Oder an einem der bereits laufenden Projekte und Geschäfte weiterzuarbeiten. Und darüber bin ich frustriert, habe ein schlechtes Gewissen und zerbreche mir den Kopf, um endlich herauszufinden, was ich will, damit ich auf eine Richtung festlegen kann.

Aber, eigentlich geht es mir wirklich gut…

Das Seltsame an all dem ist und auch wenn es aufgrund der bisherigen Zeilen überhaupt nicht so klingt, dass es mir eigentlich wirklich gut geht. Und ich bin grundsätzlich sehr zufrieden mit meinem Leben.

Ich habe alle meine mir für dieses Jahr gesetzten Ziele erreicht, habe u.a. einen Triathlon. 15kg abgenommen, kann von zu Hause aus arbeiten und verdiene ganz gut mit meinem Phuket Blog und dem Wedding Business. Ich verdiene gut. Ich kann mir meine Zeit frei einteilen. Ich habe eine tolle Frau und wunderbaren Sohn, die ich beide über alles liebe.

Aber irgendwie bin ich dennoch mit meiner Arbeit unzufrieden, grüble und bekomme dann kaum etwas auf die Reihe.

Dass es mir im großen und ganzen sehr gut geht ist einerseits super, aber in dieser Situation der Entscheidungsfindung ein Problem. Wäre ich in einer absolut beschissenen Situation gefangen, dann wäre es deutlich einfacher.

Wie vor zwei, zweieinhalb Jahren. Da war alles ganz klar:

Ich steckte in einer riesengroßen Krise in Deutschland fest. Alles was ich wollte war: raus aus dieser Scheiße. Zurück nach Thailand. Mir mit Phuketastic ein Business aufbauen von dem ich gut leben kann und das mir die Freiheit gibt von zu Hause zu arbeiten und meine Zeit frei einzuteilen.

Ich habe meine Ziele erreicht…und jetzt?

Inzwischen habe ich das alles erreicht und bin etwas desillusioniert. Ich weiß nicht so recht ob ich weiter in die gleiche Richtung gehen soll, den Phuket Blog und das Business drum herum weiter ausbauen, diesen persönlichen Blog hier stärker vorantreiben oder doch etwas ganz anderes machen soll.

Eigentlich weiß ich, dass ich mal wieder an einem Punkt angelangt bin an dem ich Veränderung brauche.

Mal wieder. Denn dieser Punkt kommt in meinem Leben in absoluter Regelmäßigkeit, immer dann wenn ich meine Ziele erreicht habe. Wenn ich bekomme habe, was ich will. Wohl typisch für einen Scanner.

Es geht mir wie es Patrick beschreibt, „Das große Ziel zu erreichen wird sehr befriedigend sein, es ist ein großes Glücksgefühl. Doch hier ist das Problem mit dem Glück: Es ist nie mehr als eine Momentaufnahme. Es geht vorbei. Und dann bedeutet ein erreichtes Ziel nicht mehr, als dass es nun Zeit für das nächste Ziel ist. „

Nur was dieses nächste Ziel ist darüber bin ich mir im Unklaren. Dieser Blog sollte es werden, aber irgendwie funktioniert es nicht in der jetzigen Form.

Die Freiheit sich die Zeit zu nehmen, um echte Klarheit zu erlangen

Mein großer Vorteil ist es, dass ich mir aufgrund meiner vorhandenen Freiheit die Zeit nehmen kann, um zu reflektieren und über die Gründe für meine derzeitige Sinnkrise nachzudenken. Ich kann es mir leisten mal einige Wochen lang nicht sonderlich produktiv zu sein.

Und genau diese Freiheit habe ich mir die letzten paar Wochen genommen.

Anfang Dezember verbrachte ich mit meiner Familie auf Koh Yao Yai, einer kleinen sehr ruhigen Nachbarinsel von Phuket. Die Ruhe dort und der phantastische Ausblick auf die Kalksteinfelsen und Inseln der Phang Nga Bucht und das Joggen am einsamen Strand waren Balsam für die Seele und brachten mir bereits einiges an Klarheit.

Ich bin gar nicht so frei, wie ich es sein will

Mir wurde bewusst, wie sehr ich mich durch die Richtung, die ich meinem Phuket Business in den letzten Monaten gegeben habe wieder in eine Abhängigkeit begeben habe. Anstelle mir mehr Freiheit zu schaffen, durch den Aufbau von mehr passiver Einkommensströme setzte ich vermehrt auf Dienstleistungen. Auch wenn diese zumindest teilweise lukrativ sind, so benötigen sie meine geistige Präsenz und ich muss mich doch um einiges persönlich kümmern. Kunden verlangen zeitnahe Antworten. Ich muss viele Dinge organisieren, was mir keinen Spaß macht. Irgendwie habe ich damit das Gefühl mir selbst einen Angestelltenjob geschaffen zu haben. Und das war ganz bestimmt nicht Sinn der Sache.

Viele der Entscheidungen, die dazu führten wurden aus monetären Gesichtspunkten getroffen. Teilweise zu einem Zeitpunkt, als ich noch nicht sicher wahr, ob ich meinen Lebensunterhalt durch meine Selbständigkeit sicher kann. Und diese Entscheidungen stellen sich jetzt als falsch heraus. Zumindest, wenn ich den Spaß und Sinn dabei in den Vordergrund stelle.

Gleichzeitig, stecke ich gedanklich noch immer viel zu sehr in der 9-5 Angestelltenwelt fest. Kein Wunder, dass ich dann ein schlechtes Gewissen bekomme, wenn ich vormittags 2 Stunden radeln gehen will anstelle mich an den Schreibtisch zu setzen. Auch wenn ich mir die Zeit frei einteilen könnte.

Und somit bin ich gar nicht so frei, wie ich das eigentlich sein will.

Ich brauche eine neue Herausforderung

Dies wurde mir erst in den letzten Tagen so wirklich klar. Mir fehlt momentan ganz einfach die neue große Herausforderung. Ein neues Projekt, das mich vereinnahmt und begeistert. Eigentlich sollte es ja dieser Blog werden. Aber trotz mehrerer Versuche kann ich mich bislang nicht so recht begeistern. Die genauen Gründe waren mir dafür bislang allerdings nicht so ganz klar.

Doch das hat sich auf einen Schlag geändert. Mir wurde bewusst, dass ich prinzipiell eigentlich schon seit langem genau weiß, was ich wirklich machen will, mich aber bislang nicht getraut habe „all-in“ zu gehen.

Mit diesem Blog wollte ich ursprünglich in diese Richtung gehen blieb dann aber doch bei einem etwas „sichereren“ Thema. Auch wenn ich mit meiner Phuket Seite eine ziemlich klare Positionierung habe, so habe ich es meist vermieden mich selbst zu zeigen, wie ich wirklich bin. Ich habe eine gewisse professionelle Maske aufgesetzt und mich ein wenig dahinter versteckt. Und genau das ist der Grund warum ich mich inzwischen nicht mehr so recht dafür begeistern kann.

Anstelle das zu tun, was ich wirklich machen möchte habe ich eine verwässerte Version dessen ins Leben gerufen. Schon seit einigen Jahren trage ich eine Idee bzw eine Vision meiner Zukunft mit mir herum, die mich wirklich begeistert und die ich verwirklichen möchte. Aber bislang habe ich mich nicht so wirklich getraut „all-in“ zu gehen.

Vermutlich müsste ich einfach nur einmal loslegen und die Dinge ändern, die mich derzeit stören. Fast immer haben sich alle meine Herausforderungen und Probleme von ganz alleine gelöst, wenn ich den Mut fand den ersten Schritt zu gehen und einfach eine Entscheidung für eine Richtung getroffen habe.

So wird es auch diesmal sein.

Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, daß er tun kann, was er will, sondern daß er nicht tun muß, was er nicht will.“ Jean-Jacques Rousseau

Mein Bauch weiß ohnehin schon lange was die richtige Entscheidung ist nur mein Kopf hat andere Pläne. Dieses Dilemma muss ich auflösen um meinen Mojo, meine Energie und auch das Gefühl von echter Freiheit wiederzugewinnen.

Aber das ist natürlich leichter gesagt als getan:)

NACHTRAG August 2015:

Inzwischen hat sich vieles getan, ich habe mir eine kleine Auszeit gegönnt und viel nachgedacht, den Phuket Blog umgestaltet, vieles automatisiert, den Thaikurs fertig gestellt, mir Hilfe in Form von virtueller Assistenz geholt, biete nur mehr kleine Hochzeiten, die mich nicht mehr stressen uvm. außerdem zeige ich mich jetzt viel authentischer und habe begonnen an meinem großen Ziel zu arbeiten.

All das hat dazu geführt, dass ich derzeit wieder rund um zufrieden bin und mich derzeit tatsächlich frei fühle.

Mal schauen wie lange es diesmal anhält:)

Mein Einnahmenreport für November 2014

Willkommen zu meinem Blog Einnahmenreport für den November 2014

Jeden Monat veröffentliche ich einen Beitrag in dem ich Dir einen Einblick in meine Einnahmen aus meinem Online Business gebe.

Dies hat v.a. zwei Gründe:

1. Du siehst was bei mir funktioniert und was weniger und erhältst dadurch Anregungen aus erster Hand, die Du für Dich selbst umsetzen kannst.

2. Es hilft mir dabei meine eigenen Aktivitäten zu analysieren und zu hinterfragen und mich somit selbst voranzubringen.

So hat jeder was davon=D

Was war im letzten Monat so los?

Der November war ein Monat in dem Höhen und Tiefen sehr eng beieinander lagen. Persönliches Highlight war die erfolgreiche Teilnahme am Laguna Phuket Triathlon auf den ich 5 Monate lang trainiert hatte.

Sehr erfreulich war auch die Entwicklung meines Phuket Blogs mit neuen Besucherrekorden und wiederum sehr guten Einnahmen.

Im Oktoberreport hatte ich bereits angedeutet, dass die Hochsaison auf Phuket begonnen hat und dies war deutlich an den Besucherzahlen, den Anfragen und auch am Umsatz zu spüren. Auch mit meinem Hochzeitsbusiness war ich stark beschäftigt. Neben 7 Hochzeiten, die es zu organisieren galt hatte ich einen großen Schock zu verdauen und die Konsequenzen daraus halten mich nach wie vor auf Trab….

Auf Phuket wurden nämlich Strandhochzeiten verboten!

Bereits vor einigen Wochen wurden alle kommerziellen Aktivitäten an den öffentlichen Stränden untersagt. Leider zählen dazu auch Hochzeiten. Bislang war das kein Problem, da wir ohnehin einen privaten Strand nutzten. Aber die Besitzerin des Strandes entzog uns über Nacht die Erlaubnis für Hochzeiten an diesem Strand.

Da 95% aller von mir organisierten Hochzeiten, speziell alle für die kommenden Wochen bereits gebuchten Hochzeiten, am Strand stattfinden, habe ich jetzt ein Problem.

Aber glücklicherweise konnten wir bereits einige Alternativen ausfindig machen. Dennoch stelle ich mir die Frage, in welcher Form ich mit der Organisation von Hochzeiten in der Zukunft weitermachen will…

Viel Arbeit, aber weniger Produktivität

Im November wollte ich mich verstärkt um die Fertigstellung des Online Thaikurses kümmern und mein Business stärker automatisieren. Beides hat nicht wirklich geklappt.

Der Thaikurs ist jetzt im Beta-Test und ich erhalte sehr gutes und konstruktives Feedback, das ich nun nutzen kann, um den Kurs zu verbessern und endgültig fertig zu stellen. Aber zu konkreten Schritten kam ich noch nicht bzw hatte ich auch nicht wirklich die Muse dazu.

Ich habe einfach zu viele Projekte gleichzeitig am Laufen, es kommen ohne Ende Anfragen herein, die es abzuarbeiten gibt und irgendwie hatte ich den größten Teil des Monats das Gefühl viel zu tun, aber nur sehr wenig produktiv zu sein.

Ein Fortschritt ist zumindest, dass ich jetzt ein Buchungssystem habe, das ich für meine Reiseangebote nutzen kann. Ich muss es nur noch nach und nach mit Inhalten füllen, damit es verwendet werden kann. Eine Aufgabe für den Dezember.

Mein Phuket Online Business im November in Zahlen

In diesem Report gebe ich zunächst einmal nur Einblick in konkrete Zahlen von Phuketastic.com.  Ich habe natürlich auch noch die Einnahmen durch mein Hochzeitsplanungs Business, allerdings handelt es sich dabei nicht wirklich um ein Online Business, auch wenn ich natürlich die Kunden primär über meine Webseiten erhalte.

Besucherzahlen im November 2014

Der November sah wiederum einen neuen Besucherrekord. Insgesamt kamen 25.418 Besucher (+11,9%) auf den Blog, mit 31.812 Sitzungen (+10,6%) und besuchten dabei 87.159 Seiten (+10,9%).

besucherzahlen november 2014

 Die Blogeinnahmen im November 2014

Einen minimalen Rückgang gab es bei den Einnahmen zu verzeichnen. Mit 85.627 Baht bzw 2120 Euro waren es ganze 2 Euro weniger als im Vormonat. Aber ich glaube damit kann ich ganz gut leben:D

Interessant ist, dass sich die Zusammensetzung der Einnahmequellen im Vergleich zum Oktober deutlich verschoben hat. Die Einkünfte aus der Vermittlung von Ausflügen und Touren hat sich verdoppelt. Dafür spielten Sponsored Posts eine geringe Rolle. Bei den Affiliate Einnahmen ist die DKB Kreditkarte etwas eingebrochen, dafür gab es gesteigerte Einnahmen über Amazon.

Insgesamt bin ich auf jeden Fall zufrieden. Wenn ich noch die Einkünfte aus meinem Hochzeitsbusiness dazu nehme, dann habe ich soviel in einem Monat verdient, wie noch nie zuvor in meinem Leben. (zumindest, wenn ich Jahresendboni aus meiner Vertriebszeit mal außen vor lasse….)

Und so sahen die Einkünfte im Detail aus:

Vermittlung von Ausflügen, Mietwagen, Roller etc = 910 Euro

Mehr als doppelt so viel, wie im Vormonat. Das ist auf jeden Fall erfreulich und hier werde ich in den kommenden Wochen auch noch mehr Fokus auf den Ausbau der Buchungsseiten legen. Eine Buchungssoftware ist angeschafft und muss jetzt nach und nach mit Inhalten gefüllt und das Angebot beworben werden.

Im nächsten Schritt folgt dann auch der Aufbau einer Seite für die Vermittlung von Ferienwohnungen und Häusern.

Affiliate Marketing = 525 Euro

Die Einnahmen durch Affiliate Marketing sind ähnlich wie im Vormonat. Das DKB Konto brachte mit 90 Euro ausbezahlter Provision deutlich weniger ein, allerdings gab es auch neue Sales im Wert von über 300 Euro, die sich dann in den Folgemonaten auswirken werden.

Amazon stieg deutlich an, scheiterte aber knapp an der 200 Euro Hürde. Mal sehen ob der Weihnachtsendspurt im Dezember die Einnahmen darüber bringt.

Mit der Software für einen Sprachkurs* konnte ich ebenfalls über 200 Euro einnehmen. Diese Einnahmen werden dann wohl wegfallen, wenn mein eigener Kurs herauskommt, aber ich hoffe natürlich, dass ich dies deutlich kompensieren kann.

Reiseführer Verkäufe =  451 Euro

Gesunken sind die Einnahmen aus meinen Reiseführern. Den größeren Anteil hatte wiederum das Handbuch für den ersten Phuket Urlaub. Der Ausflugsführer verkauft sich über den Blog und auch als Taschenbuch ganz gut wird aber als Kindle Ebook kaum verkauft. Vielleicht ist der Preis mit 7,90 Euro für den Kindle doch zu hoch. Oder es sind 1-2 schlechte, aber meiner Meinung nach unberechtigte Bewertungen, die kürzlich verfasst wurden, die jetzt für den Rückgang an Verkäufen sorgen.

Werbung und Sponsored Posts =  233 Euro

Deutlich weniger fällt diesmal der Anteil der Sponsored Posts aus, der letzten Monat noch 650 Euro betrug. Es gab einen bezahlten Beitrag und ein paar Euro über Google Adsense.

Adsense macht auch deshalb nur einen sehr geringen Anteil aus, da ich nur eine Anzeige am unteren Ende der Sidebar platziert habe. Allerdings möchte ich auf Phuketastic keine Google Anzeigen im Text platzieren.

Meine Ausgaben im November 2014

Selbstverständlich stehen diesen Einnahmen auch einige Ausgaben entgegen. Ich liste hier nur die für den Blog relevanten Ausgaben auf, die in diesem Monat angefallen sind. Jährliche Gebühren, wie Hosting* rechne ich nicht auf den einzelnen Monat herunter, sondern liste sie dann, wenn sie anfallen!

  • Kosten für Buchhaltung, Arbeitsgenehmigung etc = 145 Euro
  • Sendowl* monatliche Gebühr = 12 Euro

Ausgaben Gesamt: 157 Euro

Fazit für den November

Der November war ein super Monat mit Wachstum auf dem Blog und bei den richtigen Einnahmenquellen. Insgesamt habe ich sehr gut verdient, war gut beschäftigt kam aber nicht wirklich dazu irgendetwas für die nähere Zukunft zu tun.

So habe ich nicht weiter am Thaikurs gearbeitet und auch nichts groß für die weitere Automatisierung der Seite getan.

Im Dezember sollte dies besser werden und ich habe bereits mit der Umsetzung von einigem begonnen.

Mein Fokus für Dezember

In den nächsten Wochen wird der Fokus bei Phuketastic auf zwei Punkten liegen:

1. Verbesserung und Fertigstellen  des Thaikurses basierend auf dem Feedback der Tester
2. Buchungssystem mit grundlegenden Inhalten gefüllt und im Einsatz
3. Jahresplanung für 2015 erstellen

Mit einigem habe ich bereits begonnen und so steht z.B. meine Jahresplanung bereits in den gröbsten Zügen. Dafür habe ich mir einige Tage Auszeit auf einer ruhigen Insel neben Phuket gegönnt. Mehr zur Jahresplanung gibt es dann im nächsten Beitrag.

7 Dinge, die ich durch meinen ersten Triathlon gelernt habe

phuket triathlon

Ich hab’s geschafft!

Kurz reiße ich die Arme hoch und balle die Fäuste, als ich durch den Zielbogen laufe.

Dann wird mir erst einmal schwarz vor Augen. Mein Kreislauf sackt etwas zusammen und ich taumle einige Meter vor mich hin, bis ich einen Platz im Schatten finde, um mich hinzusetzen.

Kurz darauf frisch versorgt mit Cola, Wassermelonen und viel Wasser geht es mir schon viel besser und ich bin einfach nur glücklich und stolz meinen ersten Triathlon geschafft zu haben.

Mittlerweile ist über eine Woche vergangen seitdem ich die Ziellinie des Laguna Phuket Triathlon nach 1,8km Schwimmen, 55km Rad fahren und 12km Laufen bei 35C im kaum vorhandenen Schatten überquert habe. Und noch immer schwebe ich auf einer kleinen Wolke 7 und bin ziemlich happy und stolz.

Selbstverständlich soll es mit diesem ersten Triathlon auch nicht gewesen sein und so war ich bereits wieder 4x trainieren. Und auch den nächsten Triathlon habe ich bereits im Visier. Dieser wird wenn alles nach Plan läuft gemeinsam mit John von philippinen-tours.de auf den Philippinen stattfinden.

Doch bevor es an die Zukunftsplanung geht möchte ich erst einmal einen kleinen Blick auf die letzten knapp 6 Monate werfen, in denen ich mich auf diesen Triathlon vorbereitet habe. Eine intensive Zeit, in der ich einiges über mich und das Erreichen von Zielen gelernt habe.

Meine wichtigsten Lektionen habe ich in diesem Beitrag zusammengefasst, da ich denke, dass sie auch für Dich von Nutzen sein können, wenn Du Dir Ziele gesetzt hast, die außerhalb Deiner Komfortzone liegen.

Und das sind doch letztlich die interessanten Ziele, nach denen es zu streben lohnt, die Dich weiter bringen und bei Erreichen mit Stolz erfüllen.

Darum steht mein Punkt 1 zeitlich auch vor dem eigentlichen Prozess ein gesetztes Ziel zu erreichen.

1. Setze Dir Ziele, die außerhalb Deiner Komfortzone liegen

Don’t play it safe! Wenn Du Dir Ziele setzt, dann mach sie wenigstens so groß, dass Du etwas Angst davor bekommst und Du nicht weißt, wie und ob Du es schaffen kannst. Ziele dürfen ruhig etwas unrealistisch sein.

Genau das war das Ziel den Phuket Triathlon zu schaffen für mich:

Weit außerhalb meiner Komfortzone.

Zum Zeitpunkt als ich den Entschluss gefasst habe daran Teil zu nehmen, war ich mir nicht sicher ob ich es ins Ziel schaffen würde. Ich hatte richtig Schiss mich anzumelden und saß fast 3 Stunden vor der Online Anmeldung und konnte mich nicht überwinden. Als ich mich dann endlich angemeldet hatte und die Onlinezahlung abgeschlossen war schoss mir das Adrenalin durch den Körper und ich zitterte erst einmal für einige Minuten am ganzen Körper.

Es ist diese Angst vor dem Ungewissen, vor dem was da draußen außerhalb Deiner Komfortzone lauert, die Dich davon abhält einfach mal loszulegen.

2. Starte bevor Du bereit bist

Wenn Du Dir ein Ziel setzt, das außerhalb Deiner Komfortzone liegt oder auch bei den meisten anderen Zielen, dann ist eines der größten Hindernisse Dein interner Widerstand. Du fühlst Dich einfach noch nicht bereit. Weil Du die Erfahrung noch nicht hast, weil Dir Ressourcen fehlen, weil Du psychisch und/oder physisch noch nicht in der Lage bist Dein Ziel zu erreichen.

Und das ist auch ganz normal!

Ziele, die außerhalb Deiner Komfortzone liegen sind mit Deinem jetzigen Kenntnis-/Erfahrungsstand oder körperlichen Fähigkeiten nicht zu schaffen. Solche Ziele verlangen Dir einiges ab, sie zwingen Dich dazu als Person zu wachsen und Deine Fähigkeiten zu erweitern.

Wenn Du darauf wartest bist Du Dich bereit fühlst dann kannst Du ewig warten. Du wirst Dich NIE bereit fühlen. Darum lege los, auch wenn Du noch nicht bereit bist.

Auch wenn es noch so abgedroschen klingen mag:

Mach einfach den ersten Schritt und setze einen Fuß vor den anderen. Und wenn Du nach einigen Wochen zurück blickst wirst Du erstaunt sein über die Fortschritte, die Du gemacht hast.

Als ich mich für den Triathlon angemeldet habe war ich übergewichtig (fast 15kg über meinem Normalgewicht), hatte kein Fahrrad, auch nicht wirklich genügend Geld, um mir eines zu kaufen und bin auch noch nie zuvor in meinem Leben mehr als 30km am Stück Fahrrad gefahren. Und das letzte Mal als ich mehr als 100m am Stück geschwommen bin war wohl auch schon über 10 Jahre her.

Dennoch meldete ich mich einfach mal an, in dem Vertrauen, dass ich das alles schon geregelt bekommen würde.

Und so war es dann auch.

Fürs Schwimmen kaufte ich mir eine neue Badehose und eine Schwimmbrille und schon konnte es losgehen. Laufen war ich auch vorher schon regelmäßig 2-3 mal die Woche.

Trotz meines beschränkten Budgets fand ich schließlich ein passables Einsteiger Rennrad, verzichtete auf die Klickpedale und legte in meinen, alten Turnschuhen einfach mal los.

rennrad kaufen phuket

Schon wenige Wochen später konnte ich die 70-80km Radtouren und auch die teil sehr steilen Anstiege auf die Hügel von Phuket gut meistern.

Und als dann der Tag der Wahrheit kam war ich in Form und hatte ganz nebenbei auch noch über 10 kg abgenommen.

3. Mach Dein Ziel konkret, überprüfbar und setze Dir ein Enddatum

Ich möchte hier nicht allzu viel Worte über das richtige Setzen von Zielen verlieren. Dazu gibt es bereits einiges im Netz und diversen Büchern zu finden. Persönlich finde ich diesen Ansatz von Thomas Mangold sehr gut, der für mich ebenfalls funktioniert.

Wichtig ist aber auf jeden Fall Dein Ziel konkret und überprüfbar zu machen und es mit einem Enddatum zu versehen. Sonst wird das nichts.

Hätte ich mir wie in den Jahren vorher immer gesagt: „Irgendwann einmal machst Du auch einen Triathlon…“ dann würde ich vielleicht irgendwann einmal einen Triathlon machen oder auch nicht. Das gleiche ist es mit dem Blog, den Du irgendwann einmal starten willst, das Traumgewicht, das Du irgendwann einmal erreichen willst und auch allen anderen Zielen.

Irgendwann kann unendlich gedehnt werden. Ein festes Datum nicht.

Und überprüfbar und konkret muss Dein Ziel auch sein.

In meinem Fall war das Ziel so:

„Ich will am 23.11. den Laguna Phuket Marathon in einer Zeit von weniger als 4 Stunden schaffen und dabei beim Fahrrad fahren an den Hügeln nicht absteigen und beim Laufen keine Gehpausen einlegen.“

Das ist konkret, hat ein Enddatum und ist sehr genau zu überprüfen.

Mit meinem Phuket Blog war mein Ziel anfangs so gesetzt:

„Bis zum 31.12.2014 baue ich Phuketastic zum führenden deutschsprachigen Phuket Blog auf, erreiche 30,000 Leser im Monat und erziele drei Monate in Folge Einnahmen von mehr als 2,000 Euro.“

Und genau solche Zielformulierungen empfehle ich Dir auch.

4. Mach Deine Ziele öffentlich

Das erste was ich nach der Anmeldung für den Triathlon machte war mein Vorhaben auf Facebook zu posten.

Warum?

Weil ich wusste, dass ich von diversen Leuten immer wieder darauf angesprochen werden würde. Auch in den Wochen bis zum Triathlon sprach ich immer wieder über mein Ziel bzw postete auf Facebook darüber und wurde regelmäßig auf den Trainingsfortschritt angesprochen.

Und da ich nicht als Sprücheklopfer da stehen wollte motivierte mich dieser öffentliche Druck dazu auch konsequent auf den Triathlon zu trainieren und am Tag der Wahrheit alles zu geben.

Egal was Dein Ziel auch ist:

Nutze die Macht des öffentlichen Drucks aus.

Erzähle Deinen Freunden und Deiner Familie von Deinem Vorhaben. Außer den ewigen Pessimisten, denn die werden versuchen Dir Dein Ziel schlecht zu machen und auszureden.

Poste auf Facebook, halte die Leute auf dem Laufenden und Du wirst fest stellen, dass Du viel konsequenter an Deinem Ziel arbeiten wirst und nicht so schnell (oder am besten gar nicht;)) aufgeben wirst.

5. Hole Dir Unterstützung

Ein ganz wesentlich Faktor für das Gelingen meiner Vorbereitung war auch, dass ich nicht versucht habe den Weg alleine zu gehen.

Ich konnte einen Freund davon überzeugen ebenfalls am Triathlon teil zunehmen. Auch für ihn war es der Erste und auch er hatte kein Fahrrad.

Gemeinsam gingen wir auf Fahrradkauf. Tauschten uns über den Trainingsfortschritt aus und trainierten regelmäßig an den Wochenenden gemeinsam. Das war ungemein wichtig, denn sonst hätte ich sicherlich die eine oder andere lange Radausfahrt Samstag morgens um 6 Uhr bei Regen ausfallen lassen.

Zu sehen, dass mein Trainingspartner bereits 2x trainieren war und ich noch nicht war oftmals Ansporn genug meinen faulen Arsch hoch zu bekommen und eine Runde laufen zu gehen.

Ähnlich war es aber auch beim Aufbau meines Online Business. Ich hätte den Weg niemals komplett alleine gehen können. Sehr hilfreich hierbei war der regelmäßige Austausch mit anderen Bloggern und Entrepreneuren, wie Patrick, Tim, John, Thomas, Franco und vielen mehr.

Auch meine Mastermindgruppe war und ist ein starker Rückhalt.

Unterstützung und Austausch mit anderen Gleichgesinnten ist unglaublich wichtig. Darum veranstalten Tim und ich auch den Mastermind Tag in Bangkok, speziell für alle, die noch am Anfang ihrer Online Business oder Digital Nomaden Karriere stehen. Dies ist eine wunderbare Gelegenheit direktes Feedback zum eigenen Projekt zu bekommen und sich mit Gleichgesinnten zu vernetzen.

6. Visualisiere Dein Zieltriathlon dinge gelernt

Ebenfalls sehr hilfreich für mich war es mir den Ablauf des Triathlons regelmäßig vor dem geistigen Auge vorzustellen.

Wie ich den Strand hinunterlaufe, ins Meer springe und meinen Schwimmrhythmus finde. Wie ich an den steilen Anstiege auf die Hügeln von Phuket mühelose hinauf fahre und dabei andere Radler hinter mir lasse. Und wie ich den Lauf trotz der Hitze ohne Gehpause durchziehen werde.

Vor allem aber stellte ich mir den Zieleinlauf vor und wie glücklich und stolz ich dabei war. Am Wettkampftag war ich vorbereitet und konnte besonders beim wirklich zähen 12km Lauf in der prallen Sonne von dieser Visualisierung profitieren.

Auch bei anderen Zielen, wie dem Aufbau meines Online Business nutze ich Visualisierung und stelle mir dabei insbesondere vor, wie mein Tagesablauf ist, wenn ich meine Ziele erreicht habe.

7. Hab Spaß dabei

Das Wichtigste aber ist es, dass Du Spaß dabei hast Dein Ziel zu verfolgen. Es bringt Dir absolut nichts, wenn Du verkrampft einem Ziel hinterher rennst, dass Dir nichts bedeutet. Mir hat das Training auf den Triathlon (zumindest zu 95%) genauso viel Spaß gemacht wie das Erreichte Ziel selbst. V.a. aber hatte ich Lust darauf mich zu verbessern, über meine Grenzen zu gehen.

Gleiches ist es auch in meiner Selbständigkeit. Ich mache das, weil es mir Spaß macht. Arbeiten, die mir zwar Geld einbringen ich aber keine Lust darauf habe werden systematisch aus meinem Leben entfernt.

Spaß und Freude sind ein ganz wichtiger Punkt, wenn Du Deine Ziele erreichen willst. Hast Du keinen Spaß bei dem was Du tust, dann solltest Du Dir sehr gut überlegen, welchen Sinn es hat Deine Ziele weiter zu verfolgen.

Der Triathlon und vor allem die Vorbereitung darauf waren ein wunderbares Erlebnis. Ich bin als Person daran gewachsen, bin so fit wie schon seit meiner Jugend nicht mehr. Und konnte auch einiges für meine Online Selbständigkeit mitnehmen.

Meine nächsten großen sportlichen Zielen für 2015 sind der Phuket Marathon im Juni mit einer Zielzeit von 3.45h und der Laguna Phuket Halbironman im November mit einer Zielzeit von unter 6 Stunden.

Du darfst mich gerne darauf ansprechen und nach dem Fortschritt fragen;)

Doch zuvor möchte ich von Dir hören welche Ziele außerhalb Deiner Komfortzone Du im nächsten Jahr angehen willst?!

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