Warum (D)ein Blog kein Business ist aber Du ihn wie eines behandeln solltest

Täglich werden neue Blogs gestartet.

Die meisten davon aus Spaß an der Freude. Aber immer mehr auch, weil sich die Betreiber erhoffen damit Geld zu verdienen.

Sie sehen den Erfolg, den einige der großen, bekannten Blogger haben und starten in der Hoffnung sich ebenfalls einen erfolgreichen Blog aufzubauen.

Willst Du erfolgreich ein Blog Business aufbauen?

Vielleicht bist Du auch einer der vielen, die davon träumen gutes Geld mit dem eigenen Blog zu verdienen. Von der Unabhängigkeit, der Freiheit, der Freizeit. Vielleicht auch davon ein anerkannter Experte zu Deinem Thema zu sein und von Menschen aus aller Welt um Rat befragt zu werden.

Ich mag Träumer. Und finde mich selbst regelmäßig den Tag vertrödelnd in meinen Träumen gefangen. Und wenn ich nicht irgendwann den Traum vom Online Business gehabt hätte oder den vom Leben im Ausland, dann würde ich wohl heute nicht in Thailand von meinen Online erzeugten Einnahmen leben.

ABER leider muss ich Dich jetzt eines kleinen Traumes berauben, denn (D)ein Blog ist kein Business!

Ein Blog ist ein hervorragendes Tool, ein Hilfsmittel, ein Werkzeug.

Mit Hilfe Deines Blogs kannst Du Dir einen Expertenstatus aufbauen, Du kannst Aufmerksamkeit erzeugen, Du kannst Kunden gewinnen, Marktforschung betreiben und vieles mehr, das Dir dabei hilft ein Business aufzubauen.

Aber ein Blog selbst ist kein Business.

Ein Business, Geschäft oder Unternehmen benötigt Waren/Produkte oder Dienstleistungen für die Kunden bereit sind Geld auszugeben. Erst wenn es zum Austausch von Geld kommt entsteht ein Business.

Damit Dein Blog ein (echtes) Business wird musst Du also irgendwann anfangen Geld damit zu verdienen.

Und das ist der Punkt an dem die meisten Blogger scheitern. Die meisten Bloggern bauen kein Business auf, weil sie nichts anzubieten haben für das jemand bereit wäre Geld auszugeben.

Ich spreche nicht nur von Produkten. Das gilt ebenso für Werbung oder Affiliateprodukte, die beworben werden könnten.

Sie sind zu beschäftigt damit neue Artikel zu schreiben, auf Kommentare zu antworten, Facebook Posts zu erstellen, zu twittern, in Foren zu diskutieren oder das Blogdesign zum 100. mal zu verändern.

Aber, wie der Blog tatsächlich Geld verdienen soll darüber wird entweder nicht nachgedacht oder es wird sich nicht die Zeit genommen, um Einnahmequellen einzuführen.

Bitte nicht falsch verstehen!

Es geht nicht darum von Anfang an mit einem Produkt herauszukommen oder den Blog mit Affiliate Links und Werbebanner vollzupacken.

Aber Du musst Dir schon darüber im Klaren sein, ob, wie und wann Du mit der Monetarisierung beginnen willst.

[Tweet „Wenn Du ein Blogging Business aufbauen willst dann musst Du Deinen Blog auch wie ein Business behandeln!“]

Du brauchst eine Strategie, wenn Du aus einem Blog ein Business machen willst

Wenn Du einen erfolgreichen Blog aufbauen willst, und Geld verdienen ein Teil Deiner Definition für Erfolg ist (was nicht unbedingt der Fall sein muss!!) dann brauchst Du einen Plan oder eine Strategie nach der Du vorgehen willst.

Es geht dabei nicht nur um die Einnahmequellen, sondern um ein grobes Konzept für Deinen Blog. Also eine Strategie mit der Du Deinen Blog zum Erfolg führen willst.

Diese Strategie muss auch gar nicht kompliziert sein, aber Du solltest Dir schon einige Gedanken machen.

Als ich vor knapp 2 Jahren Phuketastic gestartet habe war mir klar, dass ich daraus ein Business aufbauen möchte. Also habe ich mir einige wichtige Frage gestellt, die Du Dir ebenfalls stellen solltest:

1. Was ist Deine Nische? Wofür willst Du bekannt sein? Welche Probleme von Lesern/Kunden löst Du?

2. Wie willst Du Dich von anderen Bloggern in Deiner Nische abheben?

3. Wie willst Du Besucher auf Deinen Blog bekommen? (Roundup Posts, Gastbeiträge, Kommentare, Social Media, Werbung etc)

4. Wie willst Du dafür sorgen, dass Du einen Teil Deiner Besucher an Dich bindest(Newsletter, Social Media etc)?

5. Wie oft und zu welchen Themen willst Du bloggen?

6. Was sind Deine Ziele? 6 Monate, 12 Monate, 24 Monate, 36 Monate?
Sowohl Besucherzahlen, als auch Einnahmen, Social Media, evtl. andere Ziele(Speaking, Presse usw)

7. Wie willst Du für Einnahmen sorgen (z.B. Affiliate Marketing, Werbung, eigene Produkte, Dienstleistungen etc)?

8. Wann willst Du mit der Monetarisierung beginnen (z.B. nach 6 Monaten oder wenn Du 5,000 monatliche Leser hast etc)?

Die Beantwortung dieser Fragen gibt Dir ein grobes Gerüst, an dem Du Dich orientieren kannst, um aus Deinem Blog ein echtes, profitables Business zu machen. Natürlich ist damit nicht garantiert, dass Dein Blog ein Erfolg wird. Aber Du erhöhst die Chancen ungemein.

Diese Fragen sind aber nur der Anfang. Tatsächlich solltest Du Dir regelmäßig die Zeit nehmen, um Dein (Blogging) Business zu analysieren und entsprechend anzupassen.

Das Problem der meisten Blogger ist, dass sie wie weiter oben bereits beschrieben zu sehr mit den täglichen Aufgaben eines Bloggers beschäftigt sind. Also Beiträge verfassen, Facebooken, Twittern etc.

Aber wenn Du wirklich ein Business aufbauen willst dann musst Du regelmäßig die Perspektive ändern und aus der Vogelperspektive auf Deinen Blog und Dein Business schauen, analysieren und entsprechende Anpassungen vornehmen.

Vor allem aber musst Du irgendwann damit beginnen mit Deinem Blog Geld zu verdienen, sei es durch Affiliate Marketing, Werbung, eigene Produkte, Dienstleistungen oder eine Kombination aus allem.

Falls Du das nicht tust wirst Du zwar einen Blog haben aber kein Business.

Wie siehst Du das? Hast Du einen Plan für Deinen Blog? Wie monetarisierst Du Deinen Blog bzw wie planst Du zu monetarisieren?

Wie Du Dich und Deinen neuen Blog bekannt machen kannst. (+Einblick in einen Artikel der über 50,000 gelesen wurde)

Kennst Du das?

Du hast Deinen neuen Blog gestartet. Die ersten Artikel sind veröffentlicht. Du hast eine Facebook Seite eingerichtet und teilst dort fleißig Deine Beiträge. Aber außer Deinen Eltern und Deiner Oma hat sich bislang noch niemand auf Deine Seite verirrt.

Und jetzt fragst Du Dich:

Wie soll ich meinen Blog nur bekannt machen!?

Mit dieser Frage stehst Du nicht alleine da.

Es gibt geschätzt eine halbe Milliarde Blogs weltweit!!

Und die meisten davon dürften nicht mehr als eine Handvoll Leser haben. Für reine Hobbyblogs ist das auch kein Problem. Aber wenn Du mit Deinem Blog Geld verdienen willst oder damit ein Business aufbauen möchtest, dann brauchst Du Leser und Aufmerksamkeit.

Was also kannst Du tun um mehr Aufmerksamkeit für Deinen Blog zu bekommen?!

Dafür gibt es diverse Möglichkeiten auf die ich in den nächsten Wochen im Einzelnen noch genauer eingehen werde.

Hier einige der am häufigsten verwendeten Methoden. Du kannst:

  • Werbung schalten
  • Gastbeiträge schreiben
  • Podcast produzieren
  • Videos erstellen
  • Social Media nutzen
  • Dein Google Ranking durch SEO Maßnahmen verbessern
  • Artikel kommentieren
  • in Foren kommentieren (und zu Deiner Seite linken)
  • etc

Es gibt also zahlreiche Möglichkeiten und alle können Dir dabei helfen neue Leser auf Deinen Blog zu bekommen.

In diesem Beitrag möchte ich aber eine Methode vorstellen, die ich selbst bereits mehrfach erfolgreich angewendet habe und die auch zahlreichen anderen Bloggern gute Ergebnisse gebracht haben.

Es geht um Round Up Posts.

Was ist ein Round Up Post und wie kann er Dir dabei helfen Deinen Blog bekannt zu machen?

Ein Round Up Post ist ein Artikel, bei dem Du einer Reihe von anderen (interessanten) Personen eine Frage stellst und die Antworten in einem Beitrag zusammenfasst.

Was bringt Dir ein Round Up Post?

Ein Round Up Artikel hat mehrere Vorteile für Dich als Blogger:

1. Du stellst Kontakt zu anderen Bloggern bzw. Experten her, woraus sich Kooperationen und Freundschaften entwickeln können
2. Du kannst Dir einen Namen in Deinem Themenbereich machen
3. Du bekommst kurzfristig viel Aufmerksamkeit und viele neue Besucher
4. Du bekommst Backlinks von den teilnehmenden Seiten bzw. durch andere Blogs
5. Du erstellst einen Artikel, der auch langfristig für viele neue Leser sorgen wird
6. Du bekommst mit relativ wenig Aufwand einen umfangreichen, hochwertigen Beitrag

Aber auch für die Teilnehmer hat es Vorteile:

1. Sie können sich weiter als Experte positionieren
2. Sie bekommen neue Besucher
3. Sie bekommen einen Backlink
4. Sie werden in einem Artikel mit zahlreichen anderen Experten genannt

Meine Erfahrung mit Round Up Posts

Als ich 2012 meinen (Haupt-)Blog Phuketastic.com gelauncht habe, startete ich mit einem Round Up Post um den Blog bekannt zu machen. Dabei befragte ich diverse Reiseblogger nach ihren Thailand Geheimtipps. Insgesamt 13 Blogger bzw Betreiber von Thailand-Seiten machten mit.

Das Ergebnis war ein Artikel, der bis heute einer der erfolgreichsten Beiträge auf Phuketastic ist und über 50.000 mal aufgerufen wurde. Über meine Erfahrungen in den ersten Wochen schrieb ich auch einen Gastbeitrag bei Peer von Blogprojekt, den Du hier lesen kannst. Darin zeige ich Dir auch, wie Du einen Round Up planst und umsetzt.

Hier einige Zahlen vom Round Up auf Phuketastic

13 geheimtipps round up postAufrufe am Tag der Veröffentlichung: 130
Aufrufe am Tag nach der Veröffentlichung: 80
Aufrufe seit der Veröffentlichung: 54.137
Facebook Likes: 76
Google Plus: 7

Besonders die Zahl der Besuche seit der Veröffentlichung spricht denke ich für sich. Und ich bin mir sicher, dass dieser Round Up Post mit einer der Gründe für den Erfolg von Phuketastic waren. Ganz besonders aber sind es die Verbindungen zu anderen Bloggern, die durch diesen Beitrag entstanden sind und über die diverse Gastartikel, Interviews und letztlich sogar die Teilnahme an einer Mastermind Gruppe entstanden ist. Von zukünftigen Projekten mit dem einen oder anderen ganz zu schweigen.

Die Ergebnisse des Round Ups auf Phuketastic lassen sich also nicht nur in den reinen Besucherzahlen erfassen.

Weiteres Beispiel für einen erfolgreichen Launchpost

Auch wenn ich direkt zum Launch von Phuketastic mit den Besucherzahlen sehr zufrieden war, so sind über 100 Besucher an einem Tag nun auch nichts Außergewöhnliches.
Heute kommen ca. 1000 Besucher pro Tag auf die Seite.

Darum nun ein Beispiel für einen Round Up Post, mit deutlich mehr Besuchern direkt am Tag der Veröffentlichung. Nämlich der Beitrag mit dem ich diesen Blog, den Du gerade liest, gelauncht habe.

Zum Start von diesem Blog stellte ich 19 erfolgreiche Menschen die Frage nach den unrealistischsten Zielen, die sie je erreicht haben. Der daraus entstandene Beitrag übertraf dann die Zahlen vom Start von Phuketastic bei weitem und damit auch meine eigenen Erwartungen.

19 erfolgreiche menschen roundup blog bekannt machenHier die Zahlen aus den ersten Tagen nach der Veröffentlichung:

Aufrufe am Tag der Veröffentlichung : 845
Aufrufe am Tag nach der Veröffentlichung: 364
Aufrufe in der ersten Woche nach Veröffentlichung: 1.954
Facebook Likes: 212
Google Plus: 23

Diese Zahlen können sich meiner Meinung nach schon sehen lassen. Seit dem wurde der Artikel noch einige Male via Facebook geteilt bzw. auch in anderen Blogs verlinkt, was dann jedes Mal für einige hunderte neue Besucher sorgte.

Mit einem gut geplanten und ausgeführten Round Up Post kannst Du also in kurzer Zeit eine große Zahl von Lesern auf Deine Seite bekommen. Wichtig ist dann natürlich, dass Du einen Teil dieser Leser auch als Stammleser für Deine Seite gewinnst. Dies wird nicht bei allen neuen Besuchern gelingen aber zumindest ein Teil wird Deine Facebook Seite liken und/oder sich in Deinen Newsletter eintragen. (Darum solltest Du diese Möglichkeiten auf jeden Fall anbieten, wenn Du einen Round Up planst!)

Round Up Beiträge funktionieren meiner Meinung nach in jeder Nische und zu jedem Thema.

Die Personen, die Du befragst müssen dabei nicht unbedingt aus Deiner Nische sein, aber sie sollten schon in irgendeiner Form mit Deinem Thema zu tun haben oder zumindest etwas interessantes dazu zu erzählen haben.

Damit diese Art von Beitrag erfolgreich ist wäre es hilfreich, wenn die Personen, die Du befragst selbst über eine Online Präsenz verfügen, damit sie den Artikel, sobald er online ist, darüber mit ihren Lesern/Fans teilen können.

Um Dir weitere Anregungen für Round Up Posts zu geben hier einige Beispiele von Round Up Posts aus diversen Themenbereichen:

Nur Leidenschaft führt zum Erfolg – 14 Experten im Schnelldurchlauf
Auf dem Blog von Markus Cerenak

Thailand Urlaub? 8 Reiseblogger verraten ihre besten Tipps
Auf dem Blog faszination-suedostasien.de

Ortsunabhängig arbeiten? So wirst Du digitaler Nomade
Auf dem Blog Travelicia.de

Affiliate Markting und Nischenseiten. 5 Expertenprognosen und Tipps für 2014
Auf dem Blog selbstaendig-im-netz.de

Was hast Du auf Reisen über Dich gelernt?
Auf dem Blog 101places.de

Und es müssen nicht immer Round Ups mit Fragen sein. Du kannst auch einfach andere Blogs aus Deinem Themenbereich vorstellen, wie die folgenden Beispiele zeigen:

17 deutsche Blogs, die wirklich helfen, inspirieren und motivieren
Auf dem Blog von valeria-geizer.de

17 coole Blogs, die junge Menschen wirklich weiterbringen
Auf dem Blog anti-uni.com

33 coole Blogs, die Du lesen solltest
Auf dem Blog planetbackpack.de

Was Du beachten solltest, wenn Du einen Round Up planst

Wie Du siehst sind Round Up Beiträge sehr beliebt. In bestimmten Nischen, wie den Reiseblogs gab es bereits so viele Round Ups, dass sie nicht mehr ganz so effektiv sind. Dennoch sind sie ein wirklich gutes Mittel, um neuen Besucher zu bekommen, Dich mit anderen Bloggern zu vernetzen und erste Backlinks für Deine Seite zu gewinnen.

Falls Du jetzt also einen eigenen Round Up planst solltest Du einige Punkte beachten:

1. Die beteiligten Personen sollten schon über eine gewisse Reichweite verfügen.
Natürlich kannst Du auch eine Frage an Deine 5 besten Freunde stellen. Wenn aber keiner davon einen Blog hat oder auf der eigenen Seite 100 Leser im Monat, dann wirst Du darüber kaum neue Besucher bekommen.

2. Die Frage, die Du stellst sollte interessant für Deine Leser sein und Raum für wirklich interessante und/oder hilfreiche Antworten geben.
Welche Fragen brennen Deinen Lesern unter den Nägeln, die ein Experte beantworten kann. Was wolltest Du selbst schon immer mal von den führenden Köpfen Deiner Nische wissen?
Mach die Frage relevant für Deine Leser dann wird der Artikel auch gelesen und geteilt.

3. Stell sicher, dass es Deinen geplanten Round Up so noch nicht gab!
Gib die geplante(n) Frage(n) in Google ein und suche nach Beiträgen zu dieser Frage. Du willst etwas einzigartiges Schaffen und nicht das gleiche Thema noch mal aufwärmen.

Damit sollte einem erfolgreichen Round Up Beitrag eigentlich nichts mehr im Wege stehen.

Deine Aufgabe für heute:
Erstelle Dir eine Liste mit Themen/Fragen, die Du Experten in Deiner Nische stellen möchtest!

Schreib mir in den Kommentaren wann Du Deinen ersten Round Up planst!